Zahnverfärbungen

On 1. November 2010, in Zahnästhetik, Von docedelmann


Obwohl jeder schneeweiße Zähne haben will, sei derjenige getröstet,
der eher dunkle und gelbe Zähne hat, denn diese haben sich als
besonders kariesresistent erwiesen
. Dennoch wirken gelbe,
dunkle Zähne alles andere als attraktiv und ein Mensch kann dadurch
älter und verbrauchter wirken.
Bei Zahnverfärbungen unterscheidet man zwischen zwei Arten:

a) ist es der Zahnbelag, der oberflächlich auf dem Zahn eine Zahnverfärbung hervorruft oder

b) ist es eine Farbveränderung in der Zahnsubstanz selbst?
Bei a) handelt es sich um Plaque, den man abbürsten kann und muss.

Bei b) handelt es sich um Beläge, die z. B. durch Tee-Trinken entstehen können. Wir kennen das von der Teetasse, die nicht sofort gespült wird. Sie nimmt selbst auf dem glatten Porzellan eine dunkle Verfärbung an.

Noch weiter im Zahninneren kommt es zu Verfärbungen, wenn Zähne absterben. Tote Zähne sind meist besonders dunkel. Diese Färbung entsteht durch Blutungen im Zahn. Das Blut wird mit der Zeit dunkel und schimmert durch das Zahnbein und den Schmelz hindurch.

Maßnahmen gegen Zahnverfärbungen:

1. Die professionelle Zahnreinigung (PZR). Hier wird professionell beim Zahnarzt der Zahnschmelz gereinigt, dieses geschieht mittels ultraschallschwingender Instrumente oder auch mit Pulverstrahlgeräten. Hier geht alles weg, was dem Zahnschmelz an oberflächlichen Belägen anheftet.

2. Der natürliche Zahn wird im Laufe des Lebens dunkler. Die Verfärbungen lassen sich durch Bleichen beseitigen. Das ist vergleichbar mit dem Wasserstoff-Blondieren der Haare.

3. Haben wir es dagegen mit einer Verfärbung im Nervkanal zu tun, weil der Zahn abgestorben ist, gibt es das sogenannte intrakanuläre Bleachen. Hier wird ein Bleichmittel in den Nervkanal eingebracht und das Zahninnere entsprechend aufgehellt.

4. Zahnbeläge abstrahlen und Bleachen sind Vorgänge, die nicht für immer halten, daher gibt es in der ästhetischen Zahnheilkunde heute eine dauerhafte Zahnaufhellung in Form von Lumineers und Veneers:

a)    Lumineers sind hauchdünne Schalen von 0,1 bis 0,3 mm, die zum Teil auch ohne Schleifen auf den Zahn aufgeklebt werden können.

b)    Bei Veneers handelt es sich um etwa 0,8 mm starke Keramik-Schalen, die neben Verfärbungen auch Zahnfehlstellungen korrigieren können, so dass man quasi von heute auf morgen weiße und gerade Zähne bekommen kann.

Natürlich ist das Bleachen zuhause möglich. Aber der Effekt ist ein vergleichsweise geringer. Die Hersteller müssen Schutzvorschriften
beachten und die Konzentration des Bleachmittels darf nicht
zu hoch sein
, damit Zahnfleisch und Mundschleimhaut nicht verätzt werden. Aus diesem Grunde ist das so genannte Home-Bleaching als selbstständige Maßnahme eine zahnärztlich durchaus zu befürwortende ästhetische Maßnahme, allerdings mit dem entsprechend geringen Wirkungsgrad. Richtig auffällig weiß, wie es sich der Patient wünscht,
werden die Zähne dadurch nicht.

Chairside-Bleaching beim Zahnarzt kann mit hoch konzentrierten Bleichmitteln durchgeführt werden, weil das Zahnfleisch durch eine Zahnfleischmaske, einem dünnen plastisch aufgebrachten Kunststoffschild, vor Verätzung geschützt wird.
Damit kann z. B. bei Brite Smile- und Power Bleaching-Verfahren (ca. 3 x 20 Minuten), eine so starke
Aufhellung erzielt werden kann, dass jedem Betrachter sofort auffällt, wie weiß die Zähne sind.

Leider lässt das Ergebnis lässt mit der Zeit nach. Farbpigmente von Rotwein, Heidelbeeren, Rotkraut und
dergleichen dringen in den gebleachten Zahn ein und langsam aber sicher, nach ein bis zwei Jahren, wird
er wieder dunkler.

Dieses lässt sich durch die Kombination des Chairside mit dem Home-Bleaching vermeiden. Indem man,
bei Nachlassen des Chairside-Ergebnisses nach einem halben Jahr, mehrere Nächte in eine vom Zahnarzt gefertigte Schiene ein Home-Bleaching-Mittel füllt und diese Schiene über Nacht trägt. Damit kann man die helle Zahnfarbe
über viele Jahre erhalten.

Wer möchte sie nicht – die weißen, strahlend schönen Zähne?

Leider ist das keine allgemeine Gabe von Mutter Natur. Die Einen bringen schon dunklere, gelbe Zähne mit, die Anderen verlieren ihre strahlend weißen Zähne im Laufe des Lebens durch Alterung, durch Abnutzung, durch Füllungen.

Das Zahnbleichen ist eine unschädliche Methode, Zähne wieder hell oder heller zu machen. Man kann es letztlich mit dem Blondieren der Haare vergleichen. Es werden bestimmte Farbpigmente im Zahn aufgehellt.

Man unterscheidet zwei wesentliche Verfahren: Einmal das Chairside-Bleaching, das heißt, das Bleichen beim Zahnarzt, und einmal das Home-Bleaching, das Bleichen zu Hause.

Das Home-Bleaching ist nicht wirklich sehr wirksam, weil es bei der Zusammensetzung so schwach sein muss, dass Zahnfleisch und Mundraum nicht verätzt werden können.

Beim Chairside-Bleachen, dem Bleachen unter Aufsicht des Zahnarztes, werden stärkere Mittel verwendet. Das ist möglich, weil durch eine Zahnfleischmaske das Zahnfleisch geschützt wird.

Eine Kombination zwischen beiden erscheint besonders effektiv, nämlich die starke Aufhellung beim Chairside-Bleachen und das Erhalten mit dem Home-Bleaching. Dies wird durch eine Schiene möglich, die man halbjährig für wenige Nächte mit einem entsprechenden Home-Bleaching-Mittel beschichtet und trägt.

Füllungen und Kronen können natürlich nicht gebleacht werden, sondern müssen entsprechend ausgewechselt werden.

Ein besonderer Anwendungsfall für das Bleachen ist das Vorausbleachen vor Veneer- oder Lumineerversorgungen. Das Veneer und das Lumineer sind so dünne Keramikschalen, dass sie eine gewisse Transparenz (Durchsichtigkeit) haben und dann besonders brillant wirken. Ist der Zahn darunter sehr dunkel, müsste das Lumineer undurchsichtig gemacht werden, was sehr künstlich und tot wirken kann. Deshalb ist ein Vorbleachen der Zähne, die mit Lumineers oder Veneers versorgt werden, zu empfehlen.

In meiner Praxis geschieht dieses regelmäßig und ich habe Ergebnisse, die sich sehen lassen können.

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