Bei akuten Zahnschmerzen
und einem Loch im Zahn hilft es, Gewürznelken in das Loch zu legen. Allerdings verschafft dies nur vorübergehende Linderung. Der Einsatz
von Gewürznelken sollte nur als kurzfristige Selbsthilfe
eingesetzt werden, wenn der Zahnarzt nicht gleich erreichbar ist. Ein anschließender Zahnarztbesuch ist allerdings unerlässlich, da eine
Ausheilung allein durch Nelken ausgeschlossen. Die Ruhe durch die abgemilderten Schmerzen kann täuschen, denn der Zahn kann
absterben!
Fazit: Sofort zum Zahnarzt und die Nelken nur bis dahin verwenden!
Bei Zahnfleischproblemen
gilt es ebenfalls, die Ursachen zahnärztlich abklären zu lassen! Zur Pflege und Entgiftung hilft das sogenannte “Ölschlürfen“. Ein großer Schluck hochwertiges Olivenöl wird minutenlang und mehrmals durch die Zähne gezogen. Es nimmt Gifte und Stoffwechselschlacken aus dem Zahnfleisch auf. Man sieht beim anschließenden Ausspucken, wie es sich hässlich verfärbt hat.
Kariesvorbeugend
wirkt Kaisers Natron, Natriumbicarbonat, als Pulver. Ein Mokkalöffel in ein Glas Wasser verrührt neutralisiert als Base den sauren Speichel-pH-Wert, z.B. nach dem Genuss von Süßem. Kindern sollte man Süßigkeiten möglichst nicht über den Tag verteilt geben, sondern nur einmal und sie danach anhalten, mit einem halben Glas Kaisers-Natron-Wasser-Gemisch gründlich zu spülen und es auszuspucken. Die zweite Hälfte des Glases sollte zur Körperentsäuerung getrunken werden.
Die Ursache für Zahnfleischbluten kann in einer akuten oder chronischen, bakteriellen Entzündung des Zahnfleisches, einer sogenannten Gingivitis, liegen. Solche Entzündungen gehen klassischerweise mit
Blutungen, Schwellungen und häufig mit Schmerzen einher.
Solche Infektionen kommen nicht von ungefähr. Einerseits kann eine mangelnde Mundhygiene dahinter stecken, andererseits können sie
durch spezifische Keime, die auch z.B. beim Küssen übertragen werden können, ausgelöst werden.
Eine andere, oft unbeachtete Ursache kann in einem veränderten Mundmilieu liegen. Eine gestörte Mundökologie entsteht z. B. wenn der Speichel-pH-Wert vom normalen, leicht basischen Niveau (7,35) ins Saure abrutscht. Dies geschieht, wenn Mundmetalle vorhanden sind und sich ein galvanisches Element bildet und eine sogenannte Mundbatterie entsteht. Bei pH-Werten von z.B. 5,8 entgleisen Stoffwechselvorgänge, die Abwehr sinkt und Bakterien können Infektionen verursachen.
Auf Dauer helfen hier keine Antibiotika oder desinfizierende Mundspülungen. Die Entzündungen und Blutungen kommen wieder.
Um in einem solchen Fall nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen behandeln zu können, sollten alle Mundmetalle – vom Amalgam bis zum nicht-reinen Gold (Legierung aus bis zu sieben Bestandteilen) – entfernt werden.