Als ästhetisch tätiger Zahnarzt habe ich die Lumineers entdeckt. Mittlerweile bin ich
zertifizierter Lumineerarzt, noch eine Seltenheit in Deutschland.
Das Lumineer kommt eigentlich aus den USA. Es ist die Verblendkeramik, die bei den Hollywoodstars Verwendung findet. Denn man kann nicht im Ernst annehmen, dass
eine Julia Roberts sich alle Zähne abschleifen lässt, um ein solches strahlendes Lachen zu
bekommen. Nein, die Lumineers sind die dünnsten aller Keramikschalen. Sie sind teilweise
unter 0,1 mm stark und bestehen aus einer speziell gefestigten Keramik (leuzithverstärkt).
Lumineers gibt es als Non-Prep-Lumineers und als Minimal-Prep-Lumineers. Die Non-Prep-Lumineers werden ganz ohne Beschleifen einfach auf die vorhandenen Zähne oder Kronen geklebt. Diese Methode ist besonders gut für Angstpatienten geeignet, aber auch für junge Menschen, deren Zahnsubstanz unversehrt ist und deren Zahnform noch nicht den Wünschen entspricht.
Ein Abdruck ist schnell und schmerzlos genommen. Bisher mussten wir die Zahntechnik noch in den USA fertigen lassen. Mittlerweile ist es auch in Deutschland möglich, hauchdünne Lumineers zahntechnisch herzustellen, so auch in meinem eigenen Praxislabor.
In der 2. Sitzung werden die Lumineers einfach auf die intakten Zähne oder auch Kronen aufgeklebt und direkt sichtbar hat der Patient schöne gerade und weiße Zähne. Die Grenzen des Lumineers sind bei Engständen/Staffelständen zu sehen. Wenn nämlich Zähne hervorstehen, ist verständlicherweise ein Verblenden ohne Beschleifen nicht möglich.
Bei der Lumineerversorgung wird der Zahn nicht beschädigt und sogar gestützt – man stelle sich ein Lumineer wie einen Protector vor, der dem Zahn zusätzlichen Halt gibt. Es liegen in den USA Erfahrungen von über 20 Jahren vor und eine Haltbarkeit über diese Zeit ist durchaus möglich.
Wir Deutschen sind im Hinblick auf Individualästhetik etwas empfindlicher als die Amerikaner. In den USA steht die weiße Farbe der Zähne an erster Stelle. Wir sind in Deutschland in der Lage, auch Lumnieers entsprechend zu individualisieren, so dass die Verblendschalen den natürlichen Zähnen sehr nahe kommen und sie nicht als fremd oder künstlich erkannt werden.